Tarifvertrag holz und metall thüringen

Postat de la 05 Aug 2020

Die neue Vereinbarung tritt am 1. November 2012 in Kraft und läuft bis 2017. Es soll auch als Pilotvereinbarung für andere Sektoren dienen. So haben die VGZ und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) im Juni 2012 eine ähnliche Vereinbarung für Leiharbeitnehmer in Chemieunternehmen geschlossen. Die Chemische Vereinbarung hat die gleiche Laufzeit wie die in der Metallindustrie und Ergänzungen werden auch in fünf Schritten bezahlt werden. Die Skala reicht jedoch von 15 % bis 50 % für die Gehaltsstufen 1 und 2 und von 10 % bis 35 % für die Gehaltsstufen 3 bis 5. Die jüngste Vereinbarung von IG Metall und VGZ führte zu einer Lohnanpassung der Leiharbeitnehmer in der Metallindustrie. Um die Lohnunterschiede zwischen Festangestellten und Leiharbeitnehmern so gering wie möglich zu halten, werden Leiharbeitnehmer zuzuschlägen. Diese Zuschläge steigen mit der Dauer des Aufenthalts der Arbeitnehmer in den Betrieben. Nur wenige Tage später wurde auch ein weiterer Tarifvertrag unterzeichnet, diesmal für Leiharbeitnehmer in der Branche. Die traditionelle Energieversorgung Thüringens ist Braunkohle, die im angrenzenden Raum Leipzig abgebaut wird.

Seit dem Jahr 2000 hat die Bedeutung der umweltfreundlichen Braunkohleverbrennung zugunsten der erneuerbaren Energien, die 2013 einen Betrag von 40 % erreicht haben, und einer stärkeren Verbrennung von sauberem Gas, die häufig als Kraft-Wärme-Kopplung in den kommunalen Kraftwerken durchgeführt wird, abgenommen. Die wichtigsten Formen erneuerbarer Energien sind Windkraft und Biomasse, gefolgt von Solarenergie und Wasserkraft. Darüber hinaus beherbergt Thüringen zwei große Pumpspeicherwerke: das Pumpspeicherwerk Goldisthal und die Hohenwartetalsperre. Der Bergbau war in Thüringen seit dem späteren Mittelalter wichtig, vor allem in den Bergbaustädten des Thüringer Waldes wie Schmalkalden, Suhl und Ilmenau. Nach der industriellen Revolution gingen die alten Eisen-, Kupfer- und Silberminen zurück, weil die Konkurrenz durch importiertes Metall zu stark war. Auf der anderen Seite brachte das späte 19. Jahrhundert neue Arten von Bergwerken nach Thüringen: Der Braunkohletagebau um Meuselwitz bei Altenburg im Osten des Landes begann in den 1870er Jahren, und um 1900 wurden zwei Kalibergbaugebiete gegründet. Das sind das Südharzrevier im Norden des Bundeslandes, zwischen Bischofferode im Westen und Roßleben im Osten mit Sondershausen im Zentrum und das Werrarevier an der hessischen Grenze um Vacha und Bad Salzungen im Westen. Zusammen machten sie Mitte des 20. Jahrhunderts einen bedeutenden Teil der weltweiten Kaliproduktion aus. Nach der Wiedervereinigung wurde das Südharzrevier aufgegeben, während K+S die Bergwerke im Werrarevier übernahm.

Zwischen 1950 und 1990 war der Uranabbau auch wichtig, um den Bedarf der Sowjetunion an diesem Metall zu decken. Das Zentrum war Ronneburg bei Gera in Ostthüringen und die Betreibergesellschaft Wismut stand unter direkter sowjetischer Kontrolle. Der größte Teil Thüringens liegt innerhalb des Einzugsgebietes der Saale, einem linken Nebenfluss der Elbe, und ist seit dem späten 19. Jahrhundert als “grünes Herz Deutschlands” bekannt. [4] Thüringen ist die Heimat des Rennsteigs, Deutschlands bekanntestem Wanderweg, und des Winterurlaubs Oberhof, der es zu einem bekannten Wintersportziel macht, mit der Hälfte der 136 olympischen Goldmedaillen, die bis 2014 von Thüringer Athleten gewonnen wurden. [5] Thüringen war auch Heimat prominenter deutscher Intellektueller und Kreativkünstler, darunter Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, wo die Universität Jena, die Technische Universität Ilmenau, die Universität Erfurt und die Bauhaus-Universität Weimar ihren Sitz haben.